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1. Lebenskonflikt von Hans Giebenrath

Hans Giebenrath ist die Hauptperson in „Unterm Rad“ von Hermann Hesse. Schon anfangs merkt man, dass Hans Giebenrath unter einem großen gesellschaftlichen Druck steht, weil er begabt ist und dies natürlich von den umstehenden Personen bemerkt wird (Vater, Pfarrer, Lehrer und Nachbarn). Vor allem steht er wegen des bevorstehenden Landesexamens unter Druck. Es wird von ihm erwartet, dass er bei diesem Examen sehr gut abschneidet und nicht durchfällt. Seine Begabung wird durch Sonderstunden in Griechisch, Konfirmationsstunden, Mathematik und hohe schulische Anforderungen gefördert. Besonders sein Vater stellt hohe Anforderungen an ihn, auch wenn der Vater selbst nicht über eine besondere Begabung wie Hans besitzt. Das weiß Hans, und das macht er dem Vater auch nach einer Griechischprüfung klar. Vater: „Warum hast du nicht aufgepasst?“ Hans daraufhin: „du verstehst doch nichts vom Griechischen“. Der Lebenskonflikt besteht also darin, dass Hans an dem Druck, der von den anderen Leuten ausgeht, zerbricht.

7.6.08 19:10


2. Verhältnis Vater-Sohn?

Zwischen Joseph Giebenrath, dem allein erziehenden Vater, und Hans Giebenrath, seinem Sohn, findet so gesehen kein richtiges Vater-Sohn Verhältnis statt. Der Vater ist nicht sonderlich gebildet und stellt daher sehr hohe Ansprüche an seinen Sohn, damit dieser besser wird als er. Das geht soweit, dass er ihm viele seiner Freizeitaktivitäten – wie z.B. das Angeln – verbietet damit er mehr für die Schule tun kann. Das Verhältnis zwischen den beiden ist geprägt von schulischen Themen - es gibt kaum ein anderes Gesprächsthema – und stetig höher gesetzten Anforderungen.

7.6.08 19:11


3. Die Kleinstadt: Bürgertum (Philister) contra Außenseiter (Charakterisierung)

Das Bürgertum, vom Autor „Phillister“ genannt, wird den Außenseitern gegenüber gestellt. Zum Bürgertum zählen die meisten der im Stück behandelten Personen wie z.B. Joseph Giebenrath, der Pfarrer oder der Rektor. Diese Leute leben schlicht und einfach und sind nicht sonderlich ausgeprägt gebildet oder ähnliches. Was jedoch sehr ausgeprägt ist, ist die Liebe zu ihrer Heimat, ihr Lokalpatriotismus.
Der Außenseiter ist in diesem Fall Hans Giebenrath, er ist interessiert sich mehr für Bildung als die Anderen und hat auch ein höheres Bildungsniveau als diese. So nimmt er z.B. gerne und häufig Sonderstunden in diversen Fächern in Kauf.
Er ist ein Außenseiter, weil er so gut wie gar nicht mit seinen gleichaltrigen Klassenkameraden redet und alle seine Freizeitaktivitäten, sofern er Zeit für so etwas hat, alleine betreibt (z.B. das Angeln). Durch das viele Lernen hat er auch keine normale Kindheit wie vielleicht die anderen Kinder in seinem Alter. Er hat kein Problem damit ein Außeneiter zu sein, er lernt gerne um später einen guten Beruf zu erlernen.

7.6.08 19:11


4. Rolle der Erzieher: Einfluss von Elternhaus und Schule? Reaktionen von Hans Giebenrath?

Hans Giebenrath wird durch sein Elternhaus und durch die Schule sehr stark geprägt.
Der Vater setzt Hans permanent unter Druck wegen seinen schulischen Leistungen. Er will, dass Hans immer mehr lernt und letztendlich auch das Examen besteht. Dieselben Anforderungen gehen auch von der Schule aus. Sie sind natürlich auch stolz auf Hans, was ihn dazu antreibt immer mehr zu lernen weil er es gern hat, dass andere Leute stolz auf ihn sind und er will sie nicht enttäuschen. Ohne diesen stetigen Druck wäre Hans vielleicht genauso „normal“ wie die anderen Schüler an der Schule.

7.6.08 19:12


5. Rolle von Schuhmacher Flaig?

Der Schuhmacher Flaig gehört ebenfalls zu den Bürgern der Kleinstadt. Er sieht es nicht gerne, dass Hans so viel lernt und schlägt ihm vor, mehr außerschulischen Aktivitäten nachzugehen, die ihm Spaß machen, anstatt ständig nur für die Schule zu lernen. Er soll sein Leben und seine Kindheit in vollen Zügen genießen.
Der Schuhmacher meint es gut mit ihm und ist eine Art zweiter Erzieher neben Joseph Giebenrath. Er differenziert sich von jeglichen anderen Bürgern, die meinen, dass Hans immer mehr lernen soll, und ihm damit unter Druck setzen.
Aber Hans ignoriert die Ratschläge des Schuhmachers. Jedoch stellt sich später heraus, dass es für ihn doch besser gewesen wäre, wenn auf den Schuhmacher Flaig gehört hätte.

7.6.08 19:12


6. Mittel der Konfliktdarstellung?

Der Lebenskonflikt von Hans Giebenrath ist, wie in Frage 1 schon beantwortet,  vor allem das viele Lernen. Ein weiterer Konflikt ist der Streit zwischen dem Schuhmacher Flaig und dem Stadtpfarrer. Flaig ist der Meinung, dass Hans nicht so viel lernen sollte. Er erkennt, dass Hans zu viel lernt und sich somit seiner Kindheit beraubt.
Der Pfarrer ist genau der anderen Meinung, er meint Hans müsse noch mehr lernen. Der Pfarrer unterrichtet Hans auch selbst in Latein und setzt ihn dadurch einem großen Druck aus.
Daraus entsteht bei Hans ein Gewissenkonflikt, entweder er lernt fleißig weiter, weil er niemanden enttäuschen will oder er geht seinen Hobbys nach.
Aber auch fehlt Hans das Selbstvertrauen, er glaubt ja auch selber, dass er das Examen nicht bestehen kann. Das könnte an seiner Rolle als Außenseiter liegen.
Somit zeigt Hesse mehrere Methoden der Konfliktdarstellung auf.

7.6.08 19:12


Leitfragen zu Kapitel 1 und 2

7.6.08 19:24


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